09. November 2018

Revolutionäres Hochtemperatur-Material für die Additive Fertigung

Cubicure ThermoBlast - für Umgebungsbedingungen von bis zu 300°C

Beim dritten Serienmaterial von Cubicure handelt es sich um ein Polymer mit hoher Festigkeit, im SLA-Vergleich sehr guten Brandeigenschaften und vor allem sehr hoher Wärmeformbeständigkeit. Mit Cubicure ThermoBlast ist erstmals ein Photopolymer im 3D-Druck verarbeitbar, das Umgebungsbedingungen bis zu 300°C standhalten kann. Daraus ergeben sich vielfältige neue Anwendungsbereiche für die Additive Fertigung.

Wien, 9. November 2018. Auf der formnext 2018 stellt Cubicure das neue Polymer ThermoBlast vor, das neben einer Zugfestigkeit von 70 MPa und einer Shore D Härte von 87 auch eine gute Chemikalienbeständigkeit aufweist. Das Photopolymer Cubicure ThermoBlast hat darüber hinaus sehr gute Brandeigenschaften im SLA-Vergleich, die eine Vielfalt an Einsatzgebieten 3D-gedruckter Bauteile ermöglichen. Durch dieses Eigenschaftsprofil ist ThermoBlast nicht nur für die Elektronikindustrie interessant, sondern auch für die additive Fertigung von Spritzgussformen oder für Anwendungen im Automotive-Bereich sowie im Luft- und Raumfahrtsektor und der Lebensmittelindustrie.

„Sei es für Tooling-Aufgaben oder den Einsatz in extremer Prozessumgebung, Cubicure ThermoBlast ist ein Game Changer im Selbstverständnis additiv gefertigter Kunststoffe“, betont Dr. Robert Gmeiner, CEO der Cubicure GmbH. „Der Wechsel von Acrylat- und Methacrylat dominierten Materialsystemen hin zur Performance Chemie ist für die SLA möglich und bringt völlig neue Möglichkeiten im Bereich lithographisch herzustellender Bauteile", so Gmeiner weiter.
 
Der Werkstoff für Hot Lithography
Aufgrund der hohen Viskosität des Hochtemperatur-Materials ist ThermoBlast ausschließlich mit der mehrfach patentierten Hot Lithogaphy Technologie von Cubicure verarbeitbar. Dieser additive Fertigungsprozess wurde speziell für die Verarbeitung von schwer fließfähigen Materialsystemen entwickelt. Der aus SLA-Anlagen bekannte Belichtungsprozess mittels Laser wurde mit einem speziellen, neuentwickelten und beheizbaren Beschichtungssystem kombiniert. Dadurch können auch Hochleistungspolymere mit größter Präzision verarbeitet werden, welche bislang stereolithographisch nicht verarbeitbar waren.

Cubicure GmbH wurde im März 2015 als Spin-Off der Technischen Universität Wien von Prof. Dr. Jürgen Stampfl (Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie) und Dr. Robert Gmeiner gegründet. Das Unternehmen ist in der additiven Fertigung von Hochleistungspolymeren tätig. Die patentierte Hot Lithography (HL) Technologie von Cubicure ermöglicht den Einsatz hochmolekularer chemischer Ausgangsstoffe für den Präzisions-3D-Druck. Kern der Technologie ist ein mehrfach patentierter Beheizungs- und Beschichtungsmechanismus, welcher höchstviskose Harze und Pasten bei Arbeitstemperaturen von bis zu 120°C sicher und mit größter Präzision verarbeiten kann. Cubicure entwickelt Photopolymere, welche in ihren Eigenschaften ähnlich jenen von technischen Thermoplasten sind. Seit 2017 bietet Cubicure eine eigens entwickelte und patentierte 3D-Druckanlage und zugehörige Materialien auf dem Markt an.
 
Kontakt:
Jasmin Ladinig
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Cubicure ThermoBlast
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