30. September 2019

Cubicure und Evonik kooperieren in der Entwicklung von Photopolymeren für die additive Fertigung

Erstmals ein Polyesterharz für die Hot Lithography

Cubicure und Evonik Industries geben ihre strategische F&E-Kooperation im Bereich von Polyesterharzen für die additive Fertigung bekannt. Inhalt des gemeinsamen Projektes ist die Entwicklung und Herstellung eines innovativen 1K-Harzsystems für die Hot Lithography Technologie. Auf der Leitmesse für additive Fertigung, der Formnext 2019 in Frankfurt, werden den Messebesuchern Mitte November erste Ergebnisse präsentiert.

Wien, 30. September 2019. Das gemeinsame Entwicklungsprojekt von Cubicure und Evonik fokussiert auf hochviskose Polyesterharze, die erstmals durch die speziellen Möglichkeiten der Hot Lithography (HL) Technologie verarbeitbar werden.
Mit der HL bietet Cubicure ein, in der additiven Fertigungsindustrie einzigartiges Herstellungsverfahren. Dieser beheizte Stereolithographie-Prozess (SLA) ermöglicht die Verarbeitung von hochmolekularen und dadurch zähflüssigen Harzen. Damit wird das chemische Prozessfenster für die Entwicklung von neuen, innovativen Polymerwerkstoffen gegenüber bisherigen SLA-Verfahren wesentlich erweitert und das Potential für völlig neue Materialkonzepte im Bereich der Photopolymere geschaffen.
Evonik, ein Vorreiter im Bereich der Kunststoffmaterialien für die additive Fertigung, hat dieses Innovationspotential erkannt. „Die von Cubicure entwickelte Hot Lithography Technologie stellt eine exzellente Möglichkeit bereit, Bauteile zu fertigen, die den hohen Anforderung von industriellen Anwendungen gerecht werden. Daher nutzen wir diese Plattform für die Entwicklung der nächsten Generation von lichthärtenden Harzsystemen auf Basis dafür maßgeschneiderter Komponenten wie Oligomere, Spezialmonomere und passender Additive.“ sagt Prof. Dr. Stefan Buchholz, Geschäftsführer der Evonik Creavis GmbH.
 
Innovatives 1K-Harzsystem
Als ein weltweit führender Konzern der Spezialchemie nutzt Evonik seine Materialexpertise in Polyesterharzen, um in Zusammenarbeit mit den Verfahrensexperten von Cubicure ein innovatives Ein-Komponenten-Harzsystem (1K) auf Polyesterbasis zu entwickeln. Der Vorteil eines 1K-Systems liegt darin, dass es vor Gebrauch nicht angemischt werden muss, sondern direkt im Druckprozess und ohne einer limitierenden Topfzeit, wie dies bei 2K-Systemen der Fall ist, eingesetzt werden kann. Damit wird eine kontinuierliche, unterbrechungsfreie und prozesssichere Bauteilproduktion sichergestellt.
 „Das gemeinsame strategische Entwicklungsprojekt mit Evonik ist bereits weit fortgeschritten. Wir freuen uns, dass wir unser Materialportfolio zukünftig um flexible Photopolymere erweitern können. Ein 1K-Materialkonzept auf Basis von Polyestern ist dabei ein wichtiger Baustein auf unserem Weg zu stabilen und skalierbaren additiven Produktionsprozessen“, zeigt sich Dr. Robert Gmeiner, CEO und Co-Gründer von Cubicure, überzeugt.
 
Elastomer-ähnliche Eigenschaften
Das entwickelte Polyesterharz ermöglicht die additive Fertigung von komplexen Bauteilen mit Elastomer-ähnlichen Werkstoffeigenschaften. Damit sind Anwendungen möglich, wie sie bisher z.B. aus der TPC-Verarbeitung mittels Spritzguss bekannt sind:
 
  • Dichtungen, Durchführungen, Auflager
  • Dämpfer, Schockabsorber, Schutzhüllen
  • Schuhsohlen, Protektoren, Griffe u.v.m.
 
Besuchen Sie Cubicure auf der Formnext in Halle 11.1, Stand D.48, vom 19.-22. November 2019 in Frankfurt.

Cubicure GmbH wurde im März 2015 als Spin-Off der Technischen Universität Wien von Prof. Dr. Jürgen Stampfl (Inst. für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie) und Dr. Robert Gmeiner gegründet. Das Unternehmen ist in der additiven Fertigung von Hochleistungspolymeren tätig. Dabei greift man auf die Methode der Stereolithografie zurück (SLA), bei der ein lichthärtender Kunststoff mithilfe eines Lasers Schicht für Schicht mit höchster Präzision ausgehärtet wird. Cubicure entwickelt Photopolymere, welche in ihren Eigenschaften ähnlich jenen von technischen Thermoplasten sind. Seit 2017 bietet Cubicure eine eigens entwickelte und patentierte 3D-Druckanlage und zugehörige Materialien auf dem Markt an.

Kontakt:
Jasmin Ladinig
Marketing Manager
+43 1 581 0439 19 | +43 650 3552806
jasmin.ladinig@cubicure.com
Evonik Hot Lithography Laser Caligma 200 Die Hot Lithography von Cubicure ermöglicht die Verarbeitung hochviskoser Hochleistungsphotopolymere, erstmals auch für Polyesterharze, die in Kooperation mit Evonik entwickelt werden.
© Cubicure
Evonik Hot Lithography Laser Caligma 200 Die Hot Lithography von Cubicure ermöglicht die Verarbeitung hochviskoser Hochleistungsphotopolymere, erstmals auch für Polyesterharze, die in Kooperation mit Evonik entwickelt werden.
© Cubicure